<< zurück zur Übersicht

Erstellungsdatum: 23. Mai 2020, 00:00 Uhr


Autor: Fritz Peterka

Klemens Maria Hofbauer-Weg

 

 

 

Klemens Maria Hofbauer-Pilgerweg

(Wegliste nach dem Pilgerheft)

Lf. Nr. Ort t-km ges-km

01 Tasovice 0 0

02 Znojmo

03 Satov

04 Retz 30 30

05 Zellerndorf

06 Röschitz

07 Eggenburg 25 55

08 Burgschleinitz (nicht direkt am Weg!)

09 Sitzendorf/Schmida

10 Ziersdorf 75

11 Glaubendorf

12 Großweikersdorf 83

Absdorf-Hippersdorf 37 92

13 Stetteldorf/Wagram

14 Hausleiten 102

15 Stockerau 25 117

16 Klosterneuburg

17 Wien 31 148 (144,7 lt. outdooractive)

Rückweg

17 Wien

18 Stetten

19 Ernstbrunn

20 Stronsdorf

21 Jaroslavice

22 Hradek

23 Tasovice

 

Wegorte am gesamten Rundwanderweg

Tasovice - Znojmo - Satov - Retz - Zellerndorf - Röschitz - Eggenburg - Burgschleinitz - Sitzendorf/Schmida - Ziersdorf - Glaubendorf - Großweikersdorf - Stetteldorf/Wagram - Hausleiten - Stockerau - Klosterneuburg - Wien - Stetten - Ernstbrunn - Stronsdorf - Jaroslavice - Hradek - Tasovice

(23 Orte für den gesamten Rundweg, entspricht rd. 10 km/Tafelabschnitt)

 

Fraglich lt. 32-seitiger Pilgerwegbroschüre:

a) Überblickskarte S. 16/17 18 (XVIII) Tafelorte bzw.

b) Text S. 7 - 27 29 (XXIX) Tafelorte

 

Das Pilgerheft ist erhältlich

• TV Retz

• TIC Znojmo

• Kirchen am Weg (nicht in Stockerau, Hausleiten und Stetteldorf am 20.4.20, Unternalb am 7.5.20)

• OBENauf Unternalb

 

Weitere Informationen

https://www.retzer-land.at/klemens-maria-hofbauer-pilgerweg

Aus Anlass des 200. Todestages des Heiligen Klemens Maria Hofbauer wurde ein Pilgerweg errichtet und in Retz ein Platz nach dem Stadtpatron von Wien benannt. Der erste Abschnitt des zwei Länder- (Österreich und Tschechien) und drei Diözesen- (Erzdiözese Wien und die Diözesen St. Pölten und Brünn) verbindenden Weges beginnt im Hofbauer Geburtsort Tasovice/Tasswitz und führt über Znaim, Retz und Eggenburg weiter nach Wien. Auf diesem Weg finden sich 28 Informationstafeln in Abständen von zirka 5 km zu Themen, die Klemens Maria Hofbauer in seinem Leben geprägt und ausgezeichnet haben, so wie ein Bezug zu den 7-Werken der Barmherzigkeit. Bei jeder Tafel erhält man den Pilgerstempel für das Pilgerheft. In Wien angekommen, kann man den Weg fortsetzen und über Großrußbach, den Ernstbrunner Wald, Zwingendorf und über die Grenze nach Jaroslavice zurück nach Tasovice/Tasswitz (ohne zusätzliche Hofbauer-Wegbeschilderung!) wandern. Damit wird der Pilgerweg zu einer 250 km langen Rundwanderung.

 

Vorgeschlagene Etappen

Tasswitz – Retz: 30 km

Retz – Eggenburg: 25 km

Eggenburg – Absdorf: 37 km (Anmerkung: bei dem Wegzustand zu lang!)

Absdorf – Stockerau: 25 km

Stockerau – Wien: 31 km

 

Voraussichtliche Eröffnung wird vermutlich sein am Samstag, 27. Juni 2020. Folder und Broschüren mit näheren Inhalten sind ab dem Eröffnungstermin erhältlich. Der Weg ist zum Teil mit bunten Richtungstafeln und beigen Aufklebern markiert – und zwar von Tasswitz bis Wien/Maria am Gestade. Stempelkästchen für den Stempelpass (in der Broschüre) befinden sich entlang dieser Strecke direkt an den 28 Informationstafeln. Für den östlichen Wegabschnitt von Wien über den Bisamberg und Ernstbrunn zurück nach Tasswitz ist keine Beschilderung vorgesehen. Die Tourdaten können als *.gpx Datei von der Internet-Plattform outdooactive heruntergeladen werden. Der Pilgerweg wurde auf Initiative der Retzer Land Regionalvermarktung, ZnojmoRegion und Caritas der Erzdiözese Wien umgesetzt und gefördert aus dem Kleinprojektefond AT-CZ und Eigenmitteln der NÖ.Regional.GmbH.

Die Initiatoren des Klemens Maria Hofbauer-Pilgerweges (Retzer Land Regionalvermarktung, Caritas der Erzdiözese Wien, ZnojmoRegion) danken dem Bürgermeister der Stadt Retz Helmut Koch für die Umsetzung.

 

Weitere Informationen

www.klemensjahr.at

 

Erstbegehung 1. Etappe Retz - Eggenburg, 7. Mai 2020, Anne und Fritz Peterka

Geplant war die Begehung Tasovice - Retz. Aber durch die Pandemie-Reiseeinschränkungen disponierten wir um und begingen zu zweit die Etappe Retz - Eggenburg. Als Grundlage der Begehung dienten die Weginfos auf der Internet-Plattform outdooractive, die auf die Kompass-Karte 204 Weinviertel übertragen wurden. Es war zu vermuten, dass die Wegzeichen in der Natur nicht zur Orientierung ausreichen würden.

Den Start Bhf Retz kannten wir von mehreren Begehungen am WW 607. Es wäre den Initiatoren angeraten gewesen, den seit Jahrzehnten durchgehend rot-weiß-rot markierten Ostösterreichischen Grenzlandweg von Retz bis Wien als Hofbauer-Weg zu benützen. So nahmen die Initiatoren des Weges die Arbeit auf sich, zwischen Tasovice und Absdorf (gut 82 km!) einen gänzlich neuen Weg zu markieren bzw. beschildern.

Die vermutete Orientierungsproblematik zeigt sich gleich zu Beginn beim Start am Bahnhofsvorplatz: ein neu markierter 607-Weg vorhanden, keine Hofbauer-Weg-Markierung... Erst in der Bahnhofssiedlung sehen wir die erste Tafel, dann bis Röschitz nur sporadisch Hofbauer-Weg-Tafeln. Die rot-weiß-roten Zeichen umgehen die Bundesstraße Retz - Unternalb. Nur instinktiv und mit Hilfe der Kompass-Karte finden wir die (geschlossene) Ortskirche und kurz danach die erste Hofbauer-Infotafel VII. Es ist sicher gut gemeint, Pilgerstempel an den Infotafeln anzubringen. Aber werden die der Witterung direkt ausgesetzten Stempel, Stempelkissen und die Stempelbox Nässe und Kälte trotzen?

Die Wanderung auf Feldwegen und entlang Weingärten nach Unternalb sind mit der Karte im Maßstab 1:50.000 in der Hand kein Problem, jedoch ist die Abzweigung zum gotischen Karner von Zellerndorf ohne Wegtafel. Somit verpassen wir den dort vermuteten Stempelplatz! Der Weiterweg Richtung Röschitz ist durch die Radwegtafeln leicht zu finden. Was ab Röschitz auffällt: Endlich helfen die Hofbauer-Aufkleber und -Richtungstafeln bei der Orientierung! In der Übergangszone Wein/Waldviertel werden nun einige Höhenmeter bergauf und bergab spürbar. Wo wir keinesfalls eine Infotafel erwarten, am Hang des Stoitzenberges, mitten im Gelände, wird das Pilgerheft ausgepackt und gestempelt.

Den Siedlungsrand von Eggenburg können wir bereits aus ca. drei Kilometer Luftlinie erkennen. Gut, dass uns ein Traktorfahrer die abzweigende Straße zeigt, die über den Lateinbach zum Stadtrand von Eggenburg führt. Der Weg zum Bahnhof ist mir bekannt: einfach der Stadtmauer entlang zum Kreisverkehr und zur Trasse der Franz Josefs-Bahn ansteigen. Damit versäumen wir wohl den Pilgerstempel von Eggenburg, müssen jedoch weniger lang auf den Zug Richtung Stockerau warten…!

 

 

 

 

 

Erstbegehung 2. Etappe Eggenburg - Großweikersdorf, 16. Mai 2020, Anne und Fritz Peterka

Die Fortsetzung des Weges von Eggenburg soll bis Absdorf verlaufen. Nach den vorwöchigen Orientierungsschwierigkeiten kamen bei der Planung Zweifel auf, ob unter diesen Verhältnissen tatsächlich 37 km bis Absdorf zu schaffen sind. Denn Priorität hat die exakte Begehung! Deshalb werden Ziersdorf und Großweikersdorf als alternatives Tagesziel in Überlegung genommen.

Start ist in Eggenburg beim Bahnhof. Gut, dass die Beschilderung Bahnhöfe in den Orten miteinbezieht. Die Täfelchen und Aufkleber weisen uns unproblematisch zur B 35 und weiter auf Feld- und Waldwegen nach Grafenberg. Beeindruckt sind wir von der imposanten Kirche in Straning. Durch Weinkulturen wechseln wir in typisch Weinviertler Landschaft mit Weinkulturen und Kellergassen. Wir nähern uns einem der Hauptorte des Schmidatales, nämlich Sitzendorf. Wir bleiben aber zuerst auf dem Dammweg des Schleinzbaches, später der Schmida, die nach Grafenberg bringt. In der Ferne sind bereits die Silotürme von Ziersdorf zu sehen. Um dorthin zu kommen, heißt es, Kilometer entlang der Schmida zu „machen". Wir benützen die Radwege und haben vor uns die Ziersdorfer Pfarrkirche. In diesem Bereich muss die Beschilderung fehlerhaft sein, denn die Radwegtafeln führen zu weit weg von der Schmida. Bei einer Brücke stoßen wir zufällig auf eine Hofbauer-Wegtafel! In der Folge geht es wieder entlang der Schmida, teils Radwege benützend. Vor Ziersdorf wechseln wir die Dammseite und stoßen auf eine Wegtafel - aber erstmals ohne Stempelkissen… Das hält uns nicht auf, zumindest die Stempelumrisse können wir ins Pilgerheft drücken. Der hohe Kirchturm und der Agrarsilo von Ziersdorf sind nun die nächsten Orientierungspunkte. Richtung Bahnhof verlieren wir einmal die Beschilderung. Eine nette Ziersdorferin hätte uns entlang der FJB-Gleise Richtung Bahnhof geschickt - zu gefährlich! So versäumen wir den REX Richtung Absdorf-Hippersdorf. Am Bahnhof Großweikersdorf endet unsere zweite Etappe am Hofbauerweg nach 27 Tageskilometern. Es folgt nun die Etappe nach Absdorf und vermutlich weiter bis Hausleiten.

 

 

 

 

 

Erstbegehung 3. Etappe Großweikersdorf - Hausleiten, 18. Mai 2020, Anne und Fritz Peterka, 19 km

Gern wären wir am Vortag bis Absdorf gegangen, dem Etappenvorschlag folgend. Bedingt durch mehrere Aufenthalte beim Wegsuchen war die Etappe bis Großweikersdorf ausreichend. Wer den Weg tatsächlich 1:1 abwandert, wird kaum die 37 km in einer annehmbaren Zeit schaffen…

Der Radweg 84 ist heute im Großen und Ganzen unsere Wegrichtung ins Tullner Feld. Mit mehreren Ausnahmen, der - wegen der Kontrollstellen - auch abseits der Hofbauerroute bleibt.

Die Stempelstellen sind ein eigenes Kapitel: Erstmals fanden wir gestern bei Ziersdorf kein Stempelkissen. Das wird heute Standard. Die Steigerung: in Stetteldorf und Hausleiten fehlen überhaupt Kissen und Stempelkästchen…

Nach dem Auf und Ab in der Wegbezeichnung war ich gespannt, wie die Qualität des Hofbauer-Weges ab Absberg sein wird - bis Stockerau verläuft nämlich der Weg identisch mit dem Jakobsweg Weinviertel. Knapp gesagt: Außer zwei Tafeln gab es weder Wegpfeile noch Aufkleber. So hielten wir uns an der mehr als bekannten Route bis zum Bhf Hausleiten, wo die nächste Etappe Richtung Wien fortgesetzt werden soll.


 

 

 

 

Erstbegehung 4. Etappe Hausleiten - Klosterneuburg-Kierling, 22. Mai 2020, Anne und Fritz Peterka, 26 km 

 

Die öffentliche Verkehrsanbindung ist zu loben: Bereits um 6:36 Uhr steigen wir in Hausleiten aus dem Regionalzug, der Richtung Tullnerfeld weiterfährt. Die morgendliche Frische täuscht nicht darüber hinweg: Es gibt weiterhin keine Hofbauer-Wegbezeichnung! So folgen wir dem Wegverlauf, der bis Stockerau dem umgekehrten Jakobsweg Weinviertel entspricht. Auch im Stockerauer Kloster sind die Schwestern bereits fleißig bei der Arbeit - sogar mit dem Rasenraktor!

Der Lenauweg führt durch die Stockerauer Au, dann der Donaukraft-Wanderweg zum Kraftwerksgelände. Die Kormorane sind bis auf einen einsamen Taucher in den Frühjahrsquartieren. Nach dem geschlossenen Betrieb der African Queen traue ich nicht meinen Augen: eine Hofbauer-Wegtafel! In der Folge sind die Täfelchen und Sticker durchgehend bis Klosterneuburg angebracht. Außer, ja außer den Info-Tafeln. Einmal fehlt der Stempel (das Ketterl ist vorhanden), dann überhaupt alles bis auf den Rahmen…).

Bei der mächtigen Umfahrungsbrücke vor Kierling zeigen die Sticker unmissverständlich steil hinauf Richtung Martinskirche. Danach geht es stetig bergab mit Blick zur Stiftskirche zum Marktplatz der Stadt Klosterneuburg - Gelegenheit, in ein paar Minuten zum Bhf Kierling der FJB zu gelangen.

 

 

Erstbegehung 5. Etappe Klosterneuburg-Kierling - Wien, Maria am Gestade, 23. Mai 2020, Anne und Fritz Peterka, 13 km

Obgleich der Wetterbericht nicht gerade günstig angesagt ist, gehen wir die Schlussetappe Kierling - Wien an. Leichter Nieselregen ist mit Schirm kein Hindernis, die 13 km zur Kirche Maria am Gestade zu erwandern.

Nach Bewältigung des steilen Stufenanstieges stehen wir vor der Stiftskirche und sehen eine diesmal komplette Wegstation mit Stempel und Kissen. Damit ist die Wegeinrichtung bis zum Endpunkt dzt. getan. Es nützte auch nichts, die Zeitungstaschen zu verschieben: die Steher geben keinen Aufkleber Preis… So nehme ich den in der Kompass-Karte eingetragenen gut beschilderten Donauradweg entlang des Kuchelauer Hafens und nach Wien-Nußdorf. Die Radwegtafeln zeigen den Weg zum Donaukanal, vorbei an den U-Bahn-Stationen Friedensbrücke und Rossauer Lände. Eine Rampe bringt hinauf zum Ring vor der U-Bahn-Station Schottenring. In ein paar Minuten sind wir bei den Stufen hinauf zur Kirche Maria am Gestade. Im Inneren befindet sich nicht nur der Schrein des Hl. Klemens Hofbauer, sondern auch die letzte Station der Tafelserie - leider dzt. ohne Stempel.

In fünf gemütlichen Etappen schafften wir den neuen Pilgerweg zu Ehren vom Klemens Hofbauer!